RWE-Immobilien: SPD-Vorschlag findet in der RWE-Zentrale keine Unterstützung

Das Energieunternehmen RWE möchte seine Konzernzentrale weiterhin in Essen behalten. Das geht aus einem Antwortschreiben von RWE an den SPD-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Guido van den Berg hervor. Nachdem bekannt geworden war, dass RWE seine Konzernzentrale in Essen an den amerikanischen Investor ARC verkaufen will, um sich sofort und langfristig als Mieter in den Gebäuden einzumieten, hatte van den Berg RWE vorgeschlagen, die Gebäude der ehemaligen Rheinbraun-Hauptverwaltung in Köln zu nutzen, statt in Essen künftig teure Mieten zu zahlen. Die Gebäude der ehemaligen Rheinbraun-Hauptverwaltung sind noch im Besitz von RWE.

RWE-Vorstand Uwe Tigges bedankte sich bei van den Berg zwar ausdrücklich für dessen „große Unterstützung“ in der Diskussion um die Zukunft der Braunkohle, machte aber deutlich, dass RWE an seinen Plänen festhält und mit der Entscheidung „keine Standortfrage verbunden“ sei. RWE wolle sich künftig auf seine Kernkompetenzen konzentrieren, zu denen der Immobilienbesitz nicht zähle, hieß es in der Antwort. „Zwar wäre eine RWE-Zentrale in unserer Region schön gewesen, es beruhigt aber, bestätigt zu kommen, dass sich der Konzern zum Rheinischen Braunkohlerevier als Region der Wertschöpfung noch einmal klar bekannt hat“, kommentierte van den Berg das Antwortschreiben.

"RWE Weiter in Essen" berichtet Radio Erft am 04.11.2014:

"Die Verwaltung des Energiekonzerns RWE bleibt in Essen und zieht nicht nach Köln in die alte Rheinbraun-Zentrale. Das hatte der Chef der Kreis-SPD Guido van den Berg vorgeschlagen, nachdem RWE angekündigt hat, seine Zentrale in Essen zu verkaufen und das Gebäude als Mieter zu nutzen. Allerdings lehnt RWE den Umzug nach Köln ab. Der Konzern wolle sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren und keine Standort-Debatte beginnen, heißt es. Van den Berg hatte seinen Vorstoß damit begründet, dass RWE mit dem Umzug nach Köln seine Verbundenheit mit dem rheinischen Braunkohlerevier zeigen könnte."