„Beim weiblichen Publikum ganz gut angekommen?“

Podiumsdiskussion Scholl-Gymnasium Pulheim
Podiumsdiskussion im Scholl-Gymnasium Pulheim (Foto Mehlich)

Es ist immer wieder spannend, gespieget zu bekommen, wie die Landtagskandidaten eigentlich ankommen. Die Redaktion der "Junge Zeiten" des Kölner-Stadt-Anzeigers hat die Podiumsdiskussion im Pulheimer Geschwister Scholl-Gymnasium verfolgt.

Der CDU-Bewerber Herr Rüttgers fehlte mal wieder (wie so oft bei Wahlkreisterminen), stattdessen hatte er einen Landtagsabgeordneten (Michael Ezzo Solf MdL) aus dem Rechtsrheinischen verpflichtet.

Zu den Anwesenden. Redakteur Oliver Mehlich berichtet über Horst Engel (FDP):

"Auffällig ist, dass der braun gebrannte FDP-Mann Engel offenbar sofort mit seinem extrem selbstbewussten Auftreten und kernigen Sprüchen Punkte macht – besonders beim männlichen Publikum."

Über den entsendeten CDU-Vertretungs-Mann heißt es:

"Derweil will der neben ihm sitzende CDU-Mann bei seinen weitschweifenden Erklärungen zum Thema Studiengebühren einfach kein Ende finden. Das provoziert Kopfschütteln und gelangweilte Blicke bei nicht wenigen Schülern. Felix aus der Elf fasst die allgemeine Bewertung des CDU-Ansatzes bei den Studiengebührenknapp und fachmännisch zusammen: Das geht doch gar nicht."

Über Guido van den Berg (SPD) wird berichtet:

"Beim weiblichen Publikum scheint SPD-Politiker van den Berg – angereist mit Zehn-Tage-Bart und Rolli, ab und zu ein ehrliches: "Da gehe ich mit meiner Partei nicht ganz konform" einwerfend – gut anzukommen. Etliche Mädels aus der Zwölf bescheinigen dem Sozialdemokraten eine gute Argumentation; er mache seinen Standpunkt überzeugend klar. Auf die Bitte, das inhaltlich zu belegen, schauen die Mädels allerdings etwas verlegen zu Boden."

Und dann wird noch etwas zu Rüdiger Warnecke (Grüne) gesagt:

"Grünen-Warnecke bleibt blass und sammelt nicht viele Sympathiepunkte. Gina (16) findet, dass der uns nicht ernst genommen hat, so navch dem Motto – Ihr seid ja alles nur Schüler."

Eines steht wohl fest, so nett wie Oliver Mehlich hätte wohl kein Politiker die Diskussionsveranstaltung beschreiben können. Kompliment!!!