SPD-Bildungsprogramm für NRW

Kindern und Eltern helfen.

Unsere Kinder sind der größte Schatz, den wir haben. Für Ihre gute Zukunft arbeiten wir. Deshalb werden wir vor allem in Bildung investieren - angefangen bei der frühkindlichen Bildung im Kindergarten. Beim Ausbau der Betreuung von unter dreijährigen Kindern ist NRW bundesweit Schlusslicht. Wir brauchen mehr Betreuungsplätze für die Kleinen. Statt die Kinder in einem Schulsystem durch Auslese zu frustrieren, wollen wir unsere Kinder länger gemeinsam in Gemeinschaftsschulen lernen lassen. Und Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen: Deshalb weg mit den Gebühren von der Kita bis zur Hochschule! Unser Ziel: Wir dürfen kein Kind mehr zurücklassen.



Beste Bildung von Anfang an.

Individuelle Förderung muss ganz früh beginnen: Für jedes Mädchen und jeden Jungen muss es schon in der Kita einen individuellen Entwicklungsplan geben. NRW liegt bundesweit beim Betreuungsangebot für unter Dreijährige auf dem letzten Platz. Wir werden ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsbetreuung schaffen und den Kommunen helfen, mehr Bildung und Qualität bei der vorschulischen Betreuung sicherzustellen. Dazu gehört auch eine wirkungsvolle Sprachförderung. Um Eltern bei der Erziehung zu unterstützen und allen Kindern den Kita-Besuch zu ermöglichen, werden wir die Kindergartengebühren schrittweise abschaffen.

Für eine gerechte Schulpolitik.

CDU und FDP stehen für fünf verlorene Jahre in der Schulpolitik. Versprochen wurden kleinere Klassen, eine Unterrichtsgarantie und die individuelle Förderung aller Kinder. Gehalten wurde nichts. Stattdessen wurde ein Turboabitur auf den Weg gebracht, das unangemessenen Lerndruck erzeugt, Durchlässigkeit verhindert und die Schulen bei der Umsetzung überfordert. Das wird die SPD korrigieren: Wir werden den Weg zum Abitur nach zwölf, aber auch nach 13 Jahren offenhalten. Ein generelles Abitur nach zwölf Jahren lehnen wir ab. Gerechte Bildungschancen brauchen gute Rahmenbedingungen. Deshalb setzt die SPD auf einen Stufenplan für kleinere Klassen mit höchstens 25 Schülerinnen und Schülern in einer Klasse. Die Nachfrage nach Ganztagsplätzen in den Schulen ist groß. Darum werden wir das Recht auf Ganztag gesetzlich verankern.

Die Gemeinschaftsschule als Schule der Zukunft.

Wir werden dem Wunsch der Eltern nach einem längeren gemeinsamen Lernen mit individueller Förderung jedes einzelnen Kindes nachkommen. Wir alle wissen, dass die Auslese von Schülerinnen und Schülern nach der 4. Grundschulklasse und die mangelnde Durchlässigkeit zwischen den Schulformen zu großen Benachteiligungen führt. In unserem Schulsystem kommt auf neun Absteiger nur ein Aufsteiger. Unser Modell für längeres gemeinsames Lernen ist die Gemeinschaftsschule. In den Klassen 5 und 6 lernen die Kinder zusammen, danach kann in Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialklassen aufgeteilt oder der gemeinsame Unterricht bis zur 10. Klasse fortgesetzt werden. In der Gemeinschaftsschule werden nicht nur die schwachen Schülerinnen und Schüler individuell gefördert, sondern auch die starken.

Studiengebühren wieder abschaffen!

Damit Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft ein attraktiver Wirtschafts- und Innovationsstandort bleibt, müssen wir mehr jungen Menschen bessere Abschlüsse bis hin zu einem erfolgreichen Hochschulstudium ermöglichen. Deshalb werden wir die von Schwarz-Gelb eingeführten Studiengebühren wieder abschaffen! Vergleiche unter den Bundesländern zeigen, dass in NRW die Umstellung auf die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master schlechter umgesetzt wurde. Wir werden dafür sorgen, dass die Studieninhalte sinnvoll reformiert werden, die Prüfungsdichte entschlackt und die internationale Vergleichbarkeit der Abschlüsse erhöht wird.